Leina Wald – Poetry


Prager Nächte
September 8, 2007, 2:51
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Prager Nächte

In einer
Septembernacht in Prag
sehnsuchtsvoll
mit schwerem Magen
rufe ich der Moldau zu,
deren Wellen leise schlagen:
ich erbat doch nur ein wenig Ruh.

Doch wo Liebe ist
da ist auch Ungeduld
und wo sie wächst
da wartet auch das Drängen.
Und es frisst
ganz ohne Schuld
so wie verhext
die Stille weg in Mengen.

Und keiner
meiner
Gespenster vermag
liebestoll
sich ziehen zu lassen
an des Ufers Terassen
den Morgen zu küssen
weil sie es nicht müssen
weil er danach nicht verlangt
noch bangt
vor dem Moment
der süssesten Romanze.

Nun sitz ich hier,
die Nacht noch zart und altbekannt das Leiden
ich trinke schon mein drittes Bier
ich sollt es lieber meiden.

Doch bin ich Pragerin fuer diesen Augenblick
Ahoj.
Ich wuensch herbei das kleine Glück,
und frag doch nach dem zweiten Stück.
Ich bin nicht scheu,
ich bin mir treu.

20070903_0063.JPG

@Leina Wald, 01.09.2007


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